Über Biophotonics Diagnostics

Mai 4, 2016

Das Jenaer Unternehmen Biophotonics Diagnostics entwickelt und vertreibt Systemlösungen sowie Software- und Datenbanksysteme mit denen lebensbedrohliche Krankheitserreger sowie deren möglichen Resistenzen schnell und einfach identifiziert werden können. Biophotonics Diagnostics ist eine gemeinsame Ausgründung des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Universitätsklinikums Jena und des Berliner Unternehmens mibic GmbH & Co. KG. Wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Technologie bezieht das Unternehmen aus der akademischen Expertise der akademischen Partner. Insbesondere profitiert Biophotonics Diagnostics von der guten Anbindung an Jenaer Forschungsnetzwerke wie den InfectoGnostics-Forschungscampus und dem wirtschaftsstrategischen Know-How des Partnerunternehmens mibic GmbH & Co. KG.

 

Management

Geschäftsführer:
Elisabeth Popp
Elisabeth.Popp@biophotonics-diagnostics.de

Nach ihrer kaufmännischen Ausbildung war Elisabeth Popp viele Jahre als Abteilungs- sowie als Filialleiterin einer mittelständigen Bekleidungsfirma tätig und hat dies maßgeblich mit auf- und ausgebaut. Nach ihrer Elternzeit engagierte sich Elisabeth Popp bis 2017 im Editorial Board des neugegründeten Journal of Biophotonics (Wiley Verlag). Seit 2012 gehört Elisabeth Popp zur Assistenz des wissenschaftlichen Vorstands des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien e.V. in Jena. In der Biophotonics Diagnostics GmbH ist sie zuständig für die kaufmännischen und finanztechnischen Angelegenheiten.

Dr. Jörg Weber
Joerg.Weber@biophotonics-diagnostics.de

Dr. Jörg Weber

Herr Dr.-Ing. Jörg Weber studierte Medizintechnik an der Fachhochschule Jena und erweiterte seinen Background durch ein Studium an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld in Chemieingenieur-/Verfahrenstechnik. Er promovierte auf dem Gebiet der Instrumentellen Analytik. Über ein Jahrzehnt war er in einem international agierenden Unternehmen in der Produktentwicklung von bioanalytischen Systemen tätig. Ein Schwerpunkt hierbei war die Einführung neuer Technologien in Produkte. Somit zeichnet er sich als Experte in Bioanalytik, Analysenmesstechnik und Sensorik aus. Gleichzeitig ist er Botschafter für Digitalisierung, Industrie 4.0 und agile Arbeitswelten. Er ist Erfahrungsträger in Kooperationsprojekten zwischen Industrie und Wissenschaft und eng mit Unternehmen und Netzwerken vernetzt.

Beirat – Advisory Board

Prof. Dr. Jürgen Popp

Prof. Dr. Jürgen Popp studierte zunächst an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen. Nach seinem Vordiplom wechselte er 1989 an die Julius-Maximilians- Universität Würzburg, wo er 1992 mit einer Arbeit über Raman-Streuung diplomiert wurde. Anschließend erforschte Prof. Dr. Jürgen Popp die Lichtstreuung an Mikropartikeln und promovierte 1995 mit summa cum laude im Fachbereich Physikalische Chemie. Nach seiner Promotion an der Universität Würzburg im Jahre 1995 war er als DFG-Stipendiat für ein Jahr an der Yale University, New Haven, USA. Im Jahr 2001 habilitierte er sich in Physikalischer Chemie an der Universität Würzburg. 2002 erhielt er einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie nach Jena, wo er seit 2006 auch wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. Jena ist.
Prof. Popps Forschungsergebnisse wurden in mehr als 450 wissenschaftlichen Artikeln in referierten Zeitschriften veröffentlicht. Weiterhin hält er mehrere Patente im Bereich spektroskopischer
Instrumentation. Prof. Popp koordiniert das Europäische Exzellenznetzwerk Photonics4Life, ist Sprecher des BMBF- Forschungsschwerpunkt Biophotonik, Mitglied des BMBF-Programmausschuss Optische Technologien, Aufsichtsratsmitglied der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der JENOPTIK AG, Mitglied des Hochschulrats der EAH Jena und Herausgeber der Zeitschrift Journal of Biophotonics. Seit 2009 ist er Fellow of the Society for Applied Spectroscopy und seit 2012 SPIE Fellow. 2012 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Babeş-Bolyai University in Cluj-Napoca, Rumänien verliehen und 2013 erhielt er den Robert Kellner Lecture Award.

Dr. Markus Lankers

Dr. Markus Lankers
Dr. Markus Lankers begann ab 1986 das Studium der Chemie an der Universität Düsseldorf und wechselte dann an die Universität Würzburg, an der er sein Studium abschloss. 1992 erhielt er das
Diplom in Chemie an der Universität Würzburg. Im Anschluss daran arbeitete er bei Prof. Kiefer an der Universität Würzburg als Doktorand. Mit dem Thema „Elastische und inelastische  Lichtstreuung an optisch gefangenen Mikropartikeln“ promovierte er 1995 mit dem Prädikat „summa cum laude“.
Die Laufbahn in der Wirtschaft startete als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Schering AG in der er von 1996 bis 2001 in der Parentalen Entwicklung arbeitete. Im Jahr 2002 gründete er zusammen mit Dr. Oliver Valet die rap.ID Particle Sytems GmbH in Berlin. Seit dieser Zeit ist er einer der beiden Geschäftsführer der rap.ID GmbH. Für die Ausweitung des internationalen Geschäftes der rap.ID GmbH wurde 2013 die rap.ID Inc. in Princeton, USA, gegründet, deren Präsident Dr. Lankers seit dieser Zeit ist. Herr Dr. Markus Lankers war federführender Partner in kooperativen Projekten mit zahlreichen nationalen und internationalen akademischen und industriellen Arbeitsgruppen. Er ist weiterhin aktives Mitglied der Parenteral Drug Association (PDA) und seit 2001 Chairman des Visual Inspection Forum, einer weltweit führenden Konferenz für Partikelkontrolle in Arzneimitteln. Als Autor von 44 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 20 eingeladene Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen verfügt Herr Dr. Lankers über ein gutes Renommee in der Fachwelt. Zudem ist er Erfinder mit 5 Patenten. Er ist Trainer in mehr als 40 Kursen für Partikelkontaminationskontrolle und gibt seine wirtschaftliche Erfahrung als Coach für Start-Ups an der Technischen Universität Berlin an junge Unternehmer  weiter.

Dr. Oliver Valet

Dr. Oliver Valet

Dr. Oliver K. Valet studierte zunächst in Ulm und an der Freien Universität Berlin Chemie. In der Arbeitsgruppe Prof. Dr. H. Baumgärtel am Institut für Physikalische Chemie, promovierte er im Jahr 2000 mit der Aufklärung molekularer Prozesse an der elektrochemischen Phasengrenze hergestellten Nanostrukturen durch in situ Rasterelektronenmikroskopie.

Noch während der Dissertation gründete Dr. Oliver K. Valet im Jahr 1999 die APSys, deren Erfindungen er im Jahr 2003 mit der rap.ID übernahm. Das Unternehmen entwickelt sich seit dem zum Technologieführer in der raschen und automatischen Erkennung von Mikropartikeln und in der Visualisierung von Silikonschichten. Diese liefern rasch kritische Qualitätsparamter in der Herstellung und Entwicklung von Injektabilita. Als einziges Unternehmen weltweit hat rap.ID Raman und LIBS Technologie in einem Mikroskop zur vollautomatisierten Aufklärung von Partikel- Anzahl, Größe und der Partikelmaterialien entwickelt und vermarktet die Technologie weltweit.

Aus der Verknüpfung von Bildanalyse und Raman Spektroskopie entstand eine erste Produktidee zur „Automatische Identifikation einzelner Keime“ für die rap.ID im Jahr 2005 für den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft in der Kategorie Start-Up nominiert wurde.

Innerhalb rap.ID ist Dr. Valet als einer der beiden Geschäftsführer verantwortlich für das Produktmanagement und das weltweite Marketing und Vertrieb. Durch Arbeit an beiden Standorten in Berlin, Deutschland, und Princeton, New Jersey hat Dr. Valet zwei Jahrzehnte Erfahrung im Vertrieb von Labordienstleistungen und Analysegeräten im regulierten GMP Umfeld gesammelt.

Partner:

Leibniz-Institut für Photonische Technologien

Das IPHT erforscht die wissenschaftlichen Grundlagen für photonische Verfahren und Systeme höchster Sensitivität, Effizienz und Auflösung. Gemäß unserem Motto „Photonics for Life“ entwickeln wir daraus maßgeschneiderte Lösungen für Fragestellungen aus den Bereichen Lebens- und Umweltwissenschaften sowie Medizin.

mibic GmbH & Co KG

Die mibic GmbH & Co KG entwickelt und vertreibt eine einzigartige Hard-Softwarekombination zur schnellen und höchstsensitive Einzelkeimbestimmung. Grundlage bildet die elegante  Verzahnung von optischer Bildanalyse und Raman-Spektroskopie in Verbindung mit einem selbstlernenden Entscheidungssystem für die Keimklassifizierung und damit der Speziesbestimmung.

mibic entwickelt und liefert die Grundlagentechnologie für das preisgekrönte RamanBioAssay zur schnellen Bestimmung von Antibiotikaresistenzen. Das RBA System liefert innerhalb von wenigen Stunden ein sicheres Resistogramm und unterstützt so den Arzt bei der Auswahl der richtigen Therapie.

mibic´s erstes eigenes Produkt ist die Weiterentwicklung des mehrfach preis-gekrönten „bio particle explorer“ in die mi-1 Gesamtlösung zur Mikrobenisolierung und Identifizierung. Das mi-1 System bietet für die Erkennung kritischer Verderbnis Keimen das weltweit schnellste System und schafft damit den höchsten Probendurchsatz zu einem sensationell günstigen Preis.

Die bahnbrechende Lösung mi-1 für die Herstellung und Abfüllung von Getränken umfasst: Probenherstellung mit preiswertem Substratsystem und Auswerteeinheit für bis zu 100 Proben pro Tag mit dem Ergebnis auf Knopfdruck: Keim- Anzahl und deren Spezies.

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Physikalische Chemie

Das IPC ist ein spektroskopie-orientiertes Forschungsinstitut mit dem Fokus auf der Entwicklung, Anwendung und theoretischen Beschreibung innovativer frequenz-, zeit- und ortsaufgelöster spektroskopischer Methoden vom UV- bis in den Radiowellen-Bereich.

Universitätsklinikum Jena

Center for Sepsis Control & Care

Das CSCC ist am Universitätsklinikum Jena (UKJ) angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen. Hierbei betrachten Forscherinnen und Forscher alle Aspekte der Erkrankung, von der Risikobewertung und Prävention über die Akutbehandlung bis hin zur Nachsorge.