Klinische Diagnostik

Februar 8, 2018

Antibiotikaresistenzen

bpd-ab-resistenz- (1)Antibiotikaresistente Mikroorganismen sind die weltweit größten Bedrohungen für das Gesundheitssystem. Ihre Therapie ist aufwändig und kostspielig. Die richtige Therapieentscheidung ist lebensrettend. Das RamanBioAssayTM ist eine integrierte Plattform zur minutenschnellen Auswahl des effektivsten Antibiotikas für die richtige Therapieentscheidung.
Das RamanBioAssayTM liefert mit geringstem Personaleinsatz hochgradig standardisiert innerhalb von 3,5 Stunden: Ergebnis für Antibiotikarestistenzen und maximale Hemmkonzentration (MHK) für kurze Befundungszeiten

RamanBioAssayTM – Durchführung der Untersuchung

  1. Das standardisierte Inokulum wird in einen gebrauchsfertigen und kosteneffiziente Chip eingebracht
  2. Die Reaktion von der Mikroorganismen auf die in dem Chip aufgebrachten Antibiotika  unterschiedlicher Konzentrationen wird registriert
  3. In weniger als 3,5 Stunden wird das Resistogramm ausgegeben.

RamanBioAssayTM – Vorteile

  • Einfacher standardisierter und automatisierter Probenansatz
  • geringe Personalbindung und Schulungsaufwand
  • Ergebnisse nach weniger als 3,5 Stunden
  • schnelle Diagnostik für eine gezielte und passgenaue Therapie
  • Günstiges Einmal-Chipsystem erfordert keine Reagenzien-Vorbereitung
  • geringe Probenkosten
  • minimale manuelle Arbeitsschritte chemometrische Analyse
  • geringe Fehlermöglichkeiten
  • Probenidentifizierung durch RFID
  • maximale Transparenz und Rückverfolgbarkeit
  • Lab Information Management System (LIMS) Connectivity
  • Effizienzsteigerung und Fehlerminimierung

Das hochsensitive biophotonische Signal ist ein hochspezifischer Parameter zur Registrierung der Reaktion eines Mikroorganismus auf die Konzentration eines Antibiotikums. Dies liefert rasch die minimale Hemmkonzentration (MHK) für die wirksamen Antibiotika. Der behandelnde Arzt kann deutlich früher gezielt handeln als bisher und muss nicht übergangsweise auf Breitspektrumantibiotika in der Therapie zurückgreifen. Die Kulturunabhängigkeit erlaubt die Verkürzung der Analysenzeit nach Probennahme auf 2 bis ca. 3,5 Stunden. Durch das Chipkonzept fallen deutlich geringere Kosten pro Diagnose als mit herkömmlichen Methoden an.

„Bei schweren Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel einer Sepsis ist die Behandlung vom Faktor Zeit abhängig. Die bisherigen Standard-Diagnoseverfahren liefern zwar zuverlässige Ergebnisse, aber wir Mediziner brauchen schnellere und genauere Diagnose-Methoden, um frühzeitiger und gezielter zu behandeln.“

Prof. Dr. Michael Bauer, stellvertretender Direktor der Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena und Sprecher des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, CSCC)

Prof. Dr. Michael Bauer, stellvertretender Direktor der Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena und Sprecher des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, CSCC)